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Henhöfertag

Am 25. September findet der Henhöfertag statt. Weiter Informationen unter:

http://www.henhöfertag.de

 
JesusHouse

JesusHouse lokal findet vom 28.09 bis 02.10.2010 jeweils ab 18:30 in der FeG Bruchsal statt. Weitere Infos unter

http://www.bruchsal.macht-jesushouse.de

 

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Geschichte von Gemeinde und Kirche PDF Drucken E-Mail

Die Entwicklung der zweiten evangelischen Pfarrgemeinde in Bruchsal hat ihren Ursprung zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. An der südwestlichen Peripherie der Stadt entstanden damals zwei "Nebenerwerbssiedlungen", die Joß-Fritz-Siedlung und die Kändelweg-Siedlung . Als dann infolge des Kriegs zunehmend mehr Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Bruchsal kamen, wurde die Erschließung weiterer Wohngebiete erforderlich. Dazu rodete man Teile der Büchenauer Hardt und baute dort Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre die Waldsiedlung auf. Die Paul-Gerhardt-Kirche

Während dieser Zeit mussten die Menschen von hier den weiten Weg ins Zentrum zur Lutherkirche auf sich nehmen, wenn sie an Gottesdiensten teilnehmen wollten. Um vor allem den älteren Gläubigen entgegenzukommen, hielt der Stadtpfarrer Dr. Scheuerpflug ab Januar 1951 regelmäßige Gottesdienste in einem Privathaus ab. Doch bei der sich abzeichnenden weiteren Vergrößerung des Siedlungsgebiets und der damit verbundenen Bevölkerungszunahme wurde es immer dringender, für kircheneigene Räumlichkeiten zu sorgen. So beschloss der evangelische Kirchengemeinderat den Bau einer zweiten Kirche auf Bruchsaler Boden, die im damals noch weithin freien Feld zwischen den drei Siedlungen geplant wurde. Es entstand eine bewusst schlicht gehaltene Anlage einer Kirche mit angegliedertem Gemeindesaal, einem Kindergarten sowie Wohnungen für Pfarrer und Kirchendiener. Mit ihrer weniger hohen als breiten Form fügte sie sich gut in das umliegende Siedlungsgebiet ein. Auch das Innere der Kirche fiel eher bescheiden aus, dafür wurde es aber äußerst kompakt und hell. Der Altarraum der Paul-Gerhardt-Kirche

Eine wirkliche Zierde ist das hohe Fenster auf der westlichen Giebelseite, das den ganzen Altarraum überstrahlt. Es besteht aus farbigen Antikglasscheiben, die vom Glasatelier Großkopf in Karlsruhe in einen hölzernen Rahmen gefasst wurden, der als Kreuz gestaltet ist.


Am 7. November 1954 wurde die neue Kirche von Landesbischof Dr. Bender eingeweiht und erhielt den Namen von Paul Gerhardt, des Liederdichters aus Gräfenhainichen. Gerade seine Lieder, die er aus eigener leidvoller Erfahrung in der Zeit des 30jährigen Kriegs geschrieben hat, haben zu den Menschen, die hierher gekommen waren, mit unvergleichlichem Trost gesprochen. Die Gottesdienste und Seelsorge oblagen weiterhin Pfarrer und Vikar der Luthergemeinde, bis Mitte 1955 ein eigenes Pfarrvikariat eingerichtet und das Pfarrhaus erstmals bezogen wurde. Im Oktober 1958 erfolgte schließlich die Erhebung zur Pfarrei und der bisherige Vikar Reinhard Ehmann wurde im Februar 1959 als Pfarrer eingeführt. Er wurde nicht nur der erste Pfarrer in der Gemeinde, sondern ist bis heute auch derjenige mit der längsten Amtszeit. Mit ihm, seiner Frau und seinen Söhnen ist die Gemeinde weiter gewachsen, nicht nur in der Seelenzahl, sondern vor allem in der Gemeinschaft und im füreinander Dasein. 20 Jahre war er uns ein treuer Prediger und Seelsorger, ehe er als Pfarrer und Dekan nach Sinsheim wechselte.


Innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte erfolgten dann gleich vier Pfarrerwechsel: Theo Oehler (1977-1979), Dr. Ulrich Hoffmann (1979-1985), Dr. Helmut Ulshöfer (1986-1990) und Karl-Heinz Schweizer (1991-2000). Während dieser Zeit entstanden immer wieder neue Wohngebiete und das Siedlungsgebiet wurde zusehends zu einer geschlossenen Einheit. Mit den frisch Zugezogenen kamen stets neue Anforderungen auf die Gemeinde und ihre Mitarbeiter zu. Es gab keine gewachsenen Beziehungen der Menschen zueinander und zu ihrer Gemeinde - das alles musste erst angeregt und entwickelt werden. Trotz hoher Fluktuation der Einwohnerschaft, sozialer Probleme und gesellschaftlicher Veränderungen ist ein vielfältiges Miteinander und selbstverständliches Mitanpacken entstanden. Wenn von einem selbstbewussten Südstadt-Gefühl gesprochen werden kann, ist das auch mit der Paul-Gerhardt-Gemeinde verbunden.


Altar mit Kreuz

Die größte Belastung für die Gemeinde und ihre Mitarbeiter sollte aber erst noch kommen. Bei den Ende der 90er Jahre von der Landeskirche verfügten Stellenreduzierungen blieb für Paul-Gerhardt zwar die Eigenständigkeit erhalten, doch nur eine halbe Pfarrstelle übrig. Zusammen mit dem neuen Pfarrer Stefan Schütze, der im Juni 2001 sein Amt antrat, versuchte der Ältestenkreis die Reduzierung ohne Schaden für die Gemeinde umzusetzen. Das erwies sich als wahre Herkulesarbeit, die uns über alle Maßen forderte und die von Herrn Schütze mit seiner von vornherein gesundheitlich eingeschränkten Kraft am Ende nicht mehr zu leisten war. Sein Gesundheitszustand verschlimmerte sich leider rapide, so dass er seinen Dienst als Gemeindepfarrer Ende 2003 aufgeben und auf eine landeskirchliche Stelle wechseln musste. Die sich anschließende Vakanzzeit war die bisher längste in der Gemeinde, allerdings konnte sie durch den engagierten Einsatz von Pfarrer Achim Jillich und Pfarrvikar Achim Schowalter abgemildert werden.


Durch strukturelle Änderungen auf der Ebene der Kirchengemeinde (die Lutherpfarrei-Süd verzichtet auf ihre Pfarrstelle, die Pfarrerin der Christusgemeinden übernimmt die Geschäftsführung der Kirchengemeinde und die Paul-Gerhardt-Gemeinde wird um das Gebiet westlich der Bahnlinien vergrößert) konnte schließlich wieder eine ganze Pfarrstelle errichtet werden, die mit einem begrenzten Seelsorgeauftrag in der Luthergemeinde verbunden ist. Nach dieser Neuumstrukturierung ist die Paul-Gerhardt-Gemeinde auf 1800 Gemeindeglieder angewachsen. Mit der Berufung von Herrn Schowalter als Pfarrer von Paul-Gerhardt am 1. März 2006 trat die neue Regelung in Kraft.

 

 


 

 

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